
Büßer in Spitzhüten
Die farbigen Spitzhüte erinnern an den Ku-Klux-Klan in Amerika. Aber damit hat die Magna-Prozession, die an Karfreitag an der Kirche Nuestra Señora de la Peña de Francia startet und durch die Gassen von Puerto de la Cruz auf Teneriffa schreitet, nichts zu tun. Wagen mit lebensgroßen Figuren, die die Szenen des Leidensweges von Jesus Christus nachstellen, sind mit Blumen bunt geschmückt. Viele der Teilnehmenden sind in Bruderschaften organisiert. Diese Vereinigungen, zu denen Geschäftsleute und hohe Würdenträger gehören, gibt es in den großen Städten Teneriffas. Sie sind eigenständige Gesellschaften, die enge, meist wirtschaftliche Beziehungen pflegen.
In Puerto de la Cruz ist die Karwoche um Ostern ein besonderer Moment mit tief verwurzelten Volkstraditionen. Monate lang wird an den aufwändigen und kostbaren Ikonen gearbeitet, die mit purem Gold verziert und mit Liebe zum Detail dekoriert werden. Zum Rhythmus der Trommeln ziehen sie dann durch die Straßen und tragen Bildnisse von Jesus oder der Jungfrau Maria. Häufig stellen sie Etappen des Kreuzweges nach.
Büßer in weiten Gewändern
Aber warum die Spitzhüte? Viele Menschen wollen die Umzüge nutzen, um öffentlich Buße zu tun. Früher haben sie sich dabei oft selbst gegeißelt und sich Schmerzen zugefügt. Im 14. Jahrhundert wurde diese Form der öffentlichen Sühne aber von der Kirche untersagt. So entstanden die weiten Gewänder und die Spitzhüte, unter denen die Büßer sich versteckten.
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